Patienteninformation Doppelballon-Kyphoplastie

Wirbelkörperkompressionsbruch — was ist das?

Die Wirbelsäule des Menschen ist das zentrale, tragende Element des Skelettes. Beim Menschen besteht die Wirbelsäule aus 24 freien Wirbelkörpern, den dazwischen liegenden Bandscheiben sowie dem Kreuz- und Steißbein. Sie ist in drei Wirbelsäulensegmente unterteilt: Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule. Jeder Wirbel besteht aus einem kurzen, zylindrischen Wirbelkörper, der mit den knöchernen Wirbelbögen verbunden ist. Die Wirbelbögen bilden den Spinalkanal, der das Rückenmark umgibt.

Ursachen für Wirbelkörperbrüche

Die überwiegende Mehrheit der Wirbelkörperbrüche ist auf Osteoporose zurückzuführen, eine Erkrankung, die vor allem bei Frauen nach der Menopause auftritt. Die Osteoporose ist eine chronische, meist altersbedingte Stoffwechselerkrankung des Skelettsystems, die zu einer Abnahme der Knochendichte und damit zu einer erhöhten Anfälligkeit für Knochenbrüche führt. Männer im fortgeschrittenen Alter können ebenfalls an einer primären Osteoporose erkranken. Osteoporotische Brüche treten häufig in alltäglichen Situationen auf, z. B. durch Niesen, Husten, Anheben von Gegenständen, Bücken oder Stolpern. Auch Unfälle mit hoher äußerer Krafteinwirkung sowie Metastasen oder Tumore an der Wirbelsäule können zu Wirbelkörperbrüchen führen.

Diese Symptome können ein Hinweis auf einen Wirbelkörperkompressionsbruch sein:

1. Starke Rückenschmerzen nach alltäglichen Tätigkeiten wie dem Tragen von Einkaufstaschen oder Gartenarbeiten.

2. Eine gebückte Haltung zur Reduzierung der Rückenschmerzen.

3. Anhaltende Rückenschmerzen, die beim aufrechten Stehen oder Gehen stärker werden.

Behandlung von Wirbelkörperbrüchen

Ein Wirbelkörperbruch sollte grundsätzlich unverzüglich behandelt werden, da einerseits die Gefahr einer Verletzung des Rückenmarks im Spinalkanal gegeben ist und andererseits Wirbelkörper mit älteren Brüchen nur sehr schwer zu rekonstruieren sind.

Nach der klinischen und der bildgebenden Untersuchung kann der behandelnde Arzt die Fraktur mithilfe von standardisierten Bruchbildern kategorisieren und die Therapiestrategie entsprechend festlegen.

Wirbelbrüche mit komprimierter oder kollabierter oberer oder unterer Endplatte oder Keilfrakturen können mit der minimal-invasiven und damit patientenfreundlichen Doppelballon-Kyphoplastie behandelt werden, die eine innere Stabilisierung und gegebenenfalls Rekonstruktion des Wirbelkörpers ermöglicht.

Die Ballon-Kyphoplastie ist eine sichere und wirksame Behandlung osteoporotischer und traumatischer Wirbelkörperkompressionsfrakturen (VCF).

Die Ballon-Kyphoplastie ist für ältere Patienten sicher.

Doppelballon-Kyphoplastie Quattroplastie® - Die moderne Therapie bei Wirbelkörperkompressionsbrüchen

Die Doppelballon-Kyphoplastie in vier Schritten erklärt

Vorteil gegenüber der Einzelballon-Kyphoplastie

Bei der Doppelballon-Technologie stehen dem Operateur vier Ballone anstelle von zwei Ballonen pro Wirbel zur Verfügung, um die Höhe des gebrochenen Wirbels wiederherzustellen.

Vergleichbar ist dies mit einem Floß, welches von vier anstatt von zwei Fässern getragen wird und dadurch viel stabiler auf dem Wasser schwimmt.

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